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Werdegang

Der Tenor Michael Gniffke wurde in Nürnberg geboren und wuchs als Kind des deutschen Opernsängers Rudolf A. Hartmann und einer italienischen Klavierlehrerin zweisprachig auf. Er studierte zunächst Betriebswirtschaft und arbeitete erfolgreich als Direktor bei einem internationalen Beratungsunternehmen. Parallel dazu ließ er bei seinem Vater am Konservatorium und an der Musikhochschule Zürich seine Stimme ausbilden. Es folgten Studien bei Alfred Muff sowie Robert Schunk.

Im Jahre 2006 gab er sein erfolgreiches Bühnendebüt in der Rolle des Grafen Zedlau in der Operette “Wiener Blut” von Johann Strauss am Theater Arth in der Schweiz, wo er in den Folgesaisonen auch als Adam und Stanislaus in Carl Zellers “Der Vogelhändler, als Conte Erminio in Carl Millöckers “Gasparone” und als Brasilianer in “La vie parisienne” von Jacques Offenbach zu hören war. Im Operettenfach gastierte er außerdem als Alfred in “Die Fledermaus” am Theater Rheinfelden und 2012 folgt die Rolle des Mr. X in Emmerich Kálmáns “Die Zirkusprinzessin” am Stadttheater Sursee.

Weitere Höhepunkte seiner Karriere waren die Titelpartie im Karfreitagszauber aus “Parsifal” im Goetheaneum Dornach, gemeinsam mit Alfred Muff und unter der Regie von Volker Vogel, Alfredo in “La Traviata” am Stadttheater München (Pasinger Fabrik), Tamino mit dem Theaterverein Vaduz, Hoffmann in "Hoffmans Erzählungen" an der Sommeroper Selzach sowie Max in “Der Freischütz” beim Open Air Festival “Klassik im Isartal”.

In den letzten Jahren spezialisierte sich Michael Gniffke zunehmend auf Charakterpartien. So sang er mit der Contemporary Opera Zürich in der Schweizer Erstaufführung die Tenorpartie von Detlev Glanerts “Drei Wasserspiele”, einer zeitgenössischen Kammeroper unter der Regie von Jörg Behr und der musikalischen Leitung von Thomas Ellenberger. Weiter sang er die Rolle Mann mit dem Esel in Carl Orffs “Die Kluge” am Förnbacher Theater in Basel und den Hauptmann in “Wozzeck” am Teatro della Brera in Mailand.

Heute bilden Rollen des deutschen Fachs wie Herodes (“Salome”), Loge (“Das Rheingold”), Kavalier (“Cardillac”) oder Mime (“Das Rheingold”, “Siegfried”) den Schwerpunkt seines Repertoires.

Eine umfangreiche Konzerttätigkeit rundet sein musikalisches Engagement ab, wobei das “Requiem” von Andrew Lloyd-Webber und “Le Laudi” von Herman Suter Höhepunkte seiner konzertanten Laufbahn darstellen.